Jun 14 2009

VdT

Bundestagswahl 2009: Tibet-Organisationen legen Wahlprüfsteine vor

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„Tibet-Frage ist Test für Glaubwürdigkeit deutscher Menschenrechtspolitik“

Berlin, 10.06.2009 – Tibet-Organisationen in Deutschland haben heute ihre Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2009 veröffentlicht. Der umfangreiche Fragenkatalog, der sich an die im Bundestag vertretenen Fraktionen richtet, soll klären, welche konkrete Unterstützung die Parteien im neuen Bundestag für Tibet zu leisten bereit sind.

Dalha Agyitsang vom Verein der Tibeter in Deutschland dazu: „Viele Wählerinnen und Wähler erwarten von der deutschen Politik eine klare Haltung in Sachen Menschenrechte und Gerechtigkeit in Tibet. Sie unterstützen die friedliche Politik des Dalai Lama und sehen die Tibet-Frage als Test für die Glaubwürdigkeit deutscher Außen- und Menschenrechtspolitik. Wir wollen daher wissen, wie ernst es die Parteien mit ihrer Unterstützung für eine Lösung der Tibet-Frage meinen.“

Vorgelegt wurden die Wahlprüfsteine von der International Campaign for Tibet, der Tibet Initiative Deutschland und dem Verein der Tibeter in Deutschland. Sie enthalten Fragen zu Treffen der zukünftigen Bundeskanzlerin oder des zukünftigen Bundeskanzlers mit dem Dalai Lama, der parlamentarischen Unterstützung für Tibet und zur Haltung der Fraktionen zu Menschenrechtsfragen in Tibet. Die Antworten der Fraktionen auf die Wahlprüfsteine werden vor der Bundestagswahl am 27. September veröffentlicht.

Pressekontakt:
International Campaign for Tibet, Kai Müller,
Tel. 030-27879086,
mobil 0162-2087358,
www.savetibet.de

Tibet Initiative Deutschland, Boris Eichler,
Tel. 030-42081534,
mobil 0178-2332916,
www.tibet-initiative.de

Verein der Tibeter in Deutschland,
Dalha Agyitsang,
Tel. 0228-241161,
www.tibet-forum.com

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Bitte, sprechen Sie die Politiker Ihres Wahlkreises darauf an!

Ihre Wahlkreisabgeordneten können Sie zum Beispiel unter

www.kandidatenwatch.de oder
www.bundestag.de
finden.

Vielen Dank für Ihre Solidarität!

Mehr Infos.: www.tibet-initiative.de

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Jun 14 2009

VdT

US House approves Bill to establish US Consulate in Tibet

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(Phayul) Dharamsala, June 12: US House of representatives on Wednesday passed a bill that further advances US policy on Tibet and authorizes its funding for wide-ranging programs that support Tibetans in Tibet.

The bill makes several improvements to an already existing Tibetan Policy Act of 2002 and directs the US government to encourage the Tibetan-Chinese dialogue by coordinating with other governments in multilateral efforts in order to reach a negotiated agreement on Tibet.

The bill further directs the US government to require the National Security Council (NSC) to ensure that U.S. policy on Tibet is coordinated with all executive agencies in contact with the Chinese government.

It also authorizes the establishment of a Tibet Section within the U.S. Embassy in Beijing, until such time as a U.S. consulate in Tibet is established. It further directs the government to seek to establish a U.S. consulate in Tibet’s Capital Lhasa.

The Bill requires the US Consulate in Lhasa to “provide services to United States citizens traveling to Tibet and to monitor political, economic, and cultural developments in Tibet, including Tibetan areas of Qinghai, Sichuan, Gansu, and Yunnan provinces.”

The new provisions were included in “H.R. 2410: the Foreign Relations Authorization Act for Fiscal Years 2010 and 2011”, which passed the full House by a vote of 235 to187 on June 10, 2009, a move that could further irate China.

When the bill was formally introduced in the house on May 14, it drew angry responce from China accusing the United States of meddling in its internal affairs. At a regular press conference in Beijing, Chinese Foreign Ministry spokesman Ma Zhaoxu went on to ask U.S. to “delete China-related sections” in the bill to avoid damaging bilateral relations between the two nations.

Among others that angered China, the US foreign relations bill authorizes scholarship and fellowship programs for Tibetans, and allocates money to protect Tibetan Culture and history, to support economic development, environmental protection, education and heaths care services in Tibet.

The Bill also asks China to cease “all interferences” in the religious affairs of the Tibetan people, including the reincarnation system of Tibetan Buddhism.

“Congress has long been the vanguard of efforts to protect the Tibetan identity in the face of Chinese government repression, and to promote a negotiated solution to the Tibet issue between Chinese leaders and the Dalai Lama,” Todd Stein, Director of Government Relations at the International Campaign for Tibet, says in a report on its website.

“The passage of this bill shows the clear intention of a new Congress in continuing the strong record of policy and programmatic support for Tibet,” Stein adds.

The bill now goes to the Senate Foreign Relations Committee for its consideration.

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Jun 12 2009

VdT

„Das unerträgliche Leid des tibetischen Volkes wird Euch zum Weinen bringen!“

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Die Abteilung für Information und internationale Beziehungen (DIIR) der tibetischen Regierung-im-Exil, www.tibet.net, hielt am 27. Mai eine Pressekonferenz, bei der sie vier soeben eingetroffene tibetische Flüchtlinge vorstellte. Diese waren bei den friedlichen Demonstrationen im März 2008 im Bezirk Kardze, Osttibet, dabei gewesen. Vor etwa 30 internationalen Pressevertretern schilderte einer von ihnen, Tsewang Dhondup, seine Erlebnisse. Er gesellte sich am 24. März 2008 zu den friedlich Protestierenden, weil er die Behauptungen der chinesischen Regierung über die angebliche Befreiung Tibets genausowenig hinnehmen konnte wie die ständige Indoktrinierung der Tibeter, Kinder nicht ausgenommen, die sich vom Dalai Lama lossagen sollen.
„Bereits während der Kulturrevolution wurde mein Großvater festgenommen und acht Monate lang eingesperrt, bloß weil er zu Hause ein Portrait des Dalai Lama aufgestellt hatte.

Wir sind Bauern, aber meine Familie hatte kaum genug zu essen. Am Tag der Demonstration legten wir in Gemeinschaftsarbeit gerade einen Bewässerungskanal für unsere Felder
an. Als ich von der Demonstration erfuhr, machte ich mich sofort auf den Weg zu unserem Haupt-Nonnenkloster. Es war recht weit bis dorthin, und als ich ankam, war schon die Polizei da und schoß mit scharfer Munition auf die etwa 200 Laien und 300 Nonnen. Die Bewaffnete Volkspolizei (PAP) hatte den tibetischen Mönch Kunga ausdem Kloster Chokri niedergeschossen. Er war der Sohn von Tashi Gyaltsen und ungefähr zwanzig Jahre alt. Ich sah ihn auf der Erde liegen und rannte zu ihm, um ihm zu helfen, obwohl überall um mich herum die Chinesen mit äußerster Brutalität gegen die Demonstranten vorgingen. Sofort feuerten sie Schüsse auf mich ab und trafen mich am Arm und in den Rücken. Die erste Kugel lähmte meinen gesamten Arm, die zweite bohrte sich mitten in meinen Körper. Dennoch versuchte ich den getroffenen Mönch in Sicherheit zu bringen, aber ich verlor fast das Bewußtsein und konnte ihn nicht mehr weiter tragen. Mein Bruder nahm ihn mir schließlich ab. Schwer verletzt flohen wir in die Berge. Meine Wunden entzündeten sich und wurden von Maden befallen. Wir hatten keinerlei medizinische Versorgung. Die Schmerzen waren so unerträglich, daß ich nahe daran war, mir das Leben zu nehmen. Mein Bruder Lobsang Thubten konnte schließlich in einem nahegelegenen Dorf Medikamente besorgen, was ihn fast sein Leben gekostet hätte. Unterwegs war er extremer Kälte ausgesetzt und zog sich Erfrierungen zu. In unserem eigenen Land mussten wir wie wilde Tiere leben.
Mehr…..

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