Mrz
25
2009
VdT

Die Dichterin Liu Xia spricht über das Leben als Dissident in China und über ihren Mann, den inhaftierten Schriftsteller Liu Xiaobo, Verfasser des regierungskritischen Manifests “Charta 08″
ZEIT ONLINE: Sie durften vor ein paar Tagen das erste Mal seit fast drei Monaten ihren inhaftierten Mann wieder sehen.
Liu Xia: Ja, am Abend vorher hatte mich die Polizei plötzlich darüber informiert. Die Beamten holten mich morgens ab und brachten mich wie beim ersten Treffen an einen Ort am nördlichen Stadtrand von Peking. Dort konnte ich mit meinem Mann zusammen Mittag essen. Wir hatten etwa eine Stunde zusammen. Beamte standen die ganze Zeit neben uns. Er ist etwas dünner geworden, aber er wirkte sonst recht ausgeglichen. Er darf jetzt fernsehen und lesen. Von den 50 Büchern, die ich in den letzten Wochen zur Polizei gebracht habe, hat er 10 bekommen.
ZEIT ONLINE: Hatten Sie mit der Verhaftung Ihres Mannes gerechnet?
Liu Xia: Ich bin von Natur aus Pessimistin, bereite mich immer auf das Schlimmste vor. Rund einen Monat vor seiner Verhaftung hatte ich so eine Art Vorahnung. Am 8. Dezember habe ich die Renovierungsarbeiten in unserer neuen Wohnung besichtigt. Danach habe ich zu meinem Mann gesagt, wer weiß, ob wir die gemeinsam beziehen können. Am Abend so gegen 23.00 Uhr ist er dann verhaftet worden. Bis jetzt haben die Behörden uns nicht mitgeteilt, was für eine Straftat er begangen haben soll.
ZEIT ONLINE: War Ihr Mann überrascht?
Liu: Er hat nicht damit gerechnet wegen der “Charta 08″ verhaftet zu werden. Im Vorfeld des 4. Juni [dem 20. Jahrestag der Niederschlagung der Protestbewegung auf dem Tiananmen-Platz. Anm. Redaktion] hat er dies schon eher erwartet. Er hat seit drei Jahren an der Charta geschrieben. Einige Entwürfe kursierten ja schon. Weder er noch seine Freunde haben damit gerechnet, dass so etwas passiert.
ZEIT ONLINE: Was bedeutet es für Sie, dass Ihr Mann ein Dissident ist?
Mehr…? Zeit Online
Mrz
24
2009
VdT
Ein Friedensmarsch für Tibet von Potsdam nach Berlin mit anschließender 24 Stunden Mahnwache mit Hungerstreik vor der Chinesischen Botschaft – eine Aktion des Vereins der Tibeter in Deutschland zu 50 Jahren gewaltsamer Unterdrückung in Tibet

Hoffnungsvoll startete der Friedensmarsch für Tibet unter der Leitung von Lekshey Hofheinz in Potsdam. Etwa 40 Tibeter, Tibeterinnen und Unterstützer waren gekommen, um am 1. Tag 30 km von Potsdam nach Berlin zu gehen und auf Tibet und seinen Überlebenskampf aufmerksam zu machen. Unterwegs sammelten wir weitere Teilnehmer auf, 57 wurden wir im Laufe des Tages. Aus Respekt vor den Toten der Aufstände in Tibet trugen wir Trauerflore.
Es war kalt, im Wind flatterten die bunten tibetischen Flaggen. Sonntags früh am Morgen waren nur wenige Fußgänger unterwegs. Es gab Berichten in den Zeitungen und Fernsehen über unsern Aktion und so waren wir nicht allein. Öffentlichkeit zu haben, Unterstützung für die Sache Tibets zu gewinnen und den Blick zu richten auf die Exiltibeter in Deutschland war ein wichtiges Anliegen dieser Aktion. Unterstützt von der Regionalgruppe der TID Potsdam führte uns unser Weg vom Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor über die Glienicker Brücke, einem Symbol für Widerstand und Freiheit.
Erwartet und freundlich begrüßt wurden wir nach der Glienicker Brücke von der Berliner Polizei, die unseren Friedensmarsch sicher durch die Straßen von Berlin leitete bis hin zum Meininger Hostel, dem Platz zum Ausruhen nach dem ersten Tag.
Die lange Wegstrecke an diesem Tag hatte einiges von uns abverlangt – feuchte Kleidung, nasse Füße, wunde Zehen und Blasen. Aufgegeben hat keiner und keine, durchhalten für Tibet war die Devise. Gesungene Gebete und FREE TIBET – Rufe halfen über die Wegstrecke hinweg.
Die Nationalhymne Tibets stand am Anfang dieses Tages und beendet wurde er mit einem Gebet.
Lesen Sie bitte….?bericht-uber-den-friedensmarsch-des-vtd-marz-2009
Mrz
21
2009
VdT

(Click here for footages)
Dharamshala: Though there are many footages of the protests taking place throughout Tibet last year that were splashed across the world, the following are one of the rare footages of police beating of protestors, the suffering and death of a captive, and Para-military presence in Lhasa, which managed to make its way to the outside world.
According to the information received by the Central Tibetan Administration, as of 31 January 2009, partly as a result of such beatings, about 220 Tibetans died and over 1,294 were seriously injured. Over 5,600 were arrested, 290 sentenced and more than 1,000 have simply disappeared.
In the past, one of the most powerful and stunningly painful footages to come out of Tibet that recorded Chinese police treatment of the protestors was the 1988 beating of the monks at the Jokhang temple. These footages now shown around the world are the first images that documented the brutality of the Chinese police. more..?Tibet.net