Jun 30 2008
Gespräche mit Tibet ab Juli

Beijing, (Focus)China und Tibet einigen sich auf eine Wiederaufnahme der Gespräche. Das Angebot aus China ist eine Konsequenz des internationalen Drucks. Der Westen drohte mit einem Boykott der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele.
Tibet wird abgeriegelt China und die tibetische Exilregierung haben sich nach offiziellen Angaben vom Sonntag auf die Wiederaufnahme ihrer Gespräche Anfang Juli geeinigt. Ein für diesen Monat geplantes Treffen zwischen Vertretern der chinesischen Regierung und Gesandern des Dalai Lama war wegen des verheerenden Erdbebens verschoben worden. Die erste Gesprächsrunde zur Lösung des Tibet-Konflikts hatte Anfang Mai stattgefunden. „Wir hoffen, dass der Dalai Lama diese Gelegenheit zu schätzen weiß und positiv auf die Forderungen der Zentralregierung reagiert“, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua nun einen Regierungssprecher.
China hatte den Dialog nach der Niederschlagung der Proteste in Tibet erst unter internationalem Druck angeboten. Westliche Vertreter drohten mit einem Boykott der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele diesen Sommer, sollte die kommunistische Führung nicht auf die Tibeter zugehen. Die Himalaya-Region kämpft für mehr Autonomie und mehr kulturelle Rechte. China wirft dem Dalai Lama, dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter, dagegen Separatismus vor.
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