Jul 07 2008

VdT

Dalai-Lama-Gesandte werfen China mangelndes Engagement vor

Abgelegt 23:39 unter Aktuelles


Dharamsala (Reuters) - Gesandte des Dalai Lama haben China mangelnde Bereitschaft zu einem ernsthaften Dialog vorgeworfen und eine Fortsetzung der Gespräche infrage gestellt.

Das jüngste Treffen in Peking Mitte der Woche sei von persönlichen Angriffen auf das geistliche Oberhaupt der Tibeter geprägt gewesen, sagte Lodi Gyari, einer der Teilnehmer, am Samstag. Man habe den Eindruck gewonnen, dass die Gespräche nur geführt würden, um einen friedlichen Ablauf der Olympischen Spiele sicherzustellen.

“Die Tibeter haben immer mehr das Gefühl, dass die Taktik der chinesischen Regierung darin besteht, uns eine Zeit lang hinzuhalten”, sagte Gyari. Die Exil-Regierung habe den Vertretern Chinas daher gesagt, dass eine Fortsetzung der Gespräche zwecklos sei, solange die andere Seite nicht ernsthaft an einem Dialog interessiert sei. Dennoch sei ein erneutes Treffen nach den Spielen im Oktober vereinbart worden.

Das jüngste Treffen war das zweite nach der Niederschlagung der Proteste in Tibet im März. China hat den Dialog erst unter internationalem Druck angeboten. Westliche Vertreter drohten mit einem Boykott der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele im August, sollte die kommunistische Führung nicht auf die Tibeter zugehen.

Der Dalai Lama kämpft für mehr Autonomie und kulturelle Rechte in der Himalaya-Region. China wirft ihm separatistische Bestrebungen vor und macht die “Dalai-Clique” für die Gewalt in Tibet und nachfolgende Proteste beim Olympischen Fackellauf verantwortlich.

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