Mrz 24 2009
Bericht über den Friedensmarsch des VTD
Ein Friedensmarsch für Tibet von Potsdam nach Berlin mit anschließender 24 Stunden Mahnwache mit Hungerstreik vor der Chinesischen Botschaft – eine Aktion des Vereins der Tibeter in Deutschland zu 50 Jahren gewaltsamer Unterdrückung in Tibet

Hoffnungsvoll startete der Friedensmarsch für Tibet unter der Leitung von Lekshey Hofheinz in Potsdam. Etwa 40 Tibeter, Tibeterinnen und Unterstützer waren gekommen, um am 1. Tag 30 km von Potsdam nach Berlin zu gehen und auf Tibet und seinen Überlebenskampf aufmerksam zu machen. Unterwegs sammelten wir weitere Teilnehmer auf, 57 wurden wir im Laufe des Tages. Aus Respekt vor den Toten der Aufstände in Tibet trugen wir Trauerflore.
Es war kalt, im Wind flatterten die bunten tibetischen Flaggen. Sonntags früh am Morgen waren nur wenige Fußgänger unterwegs. Es gab Berichten in den Zeitungen und Fernsehen über unsern Aktion und so waren wir nicht allein. Öffentlichkeit zu haben, Unterstützung für die Sache Tibets zu gewinnen und den Blick zu richten auf die Exiltibeter in Deutschland war ein wichtiges Anliegen dieser Aktion. Unterstützt von der Regionalgruppe der TID Potsdam führte uns unser Weg vom Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor über die Glienicker Brücke, einem Symbol für Widerstand und Freiheit.
Erwartet und freundlich begrüßt wurden wir nach der Glienicker Brücke von der Berliner Polizei, die unseren Friedensmarsch sicher durch die Straßen von Berlin leitete bis hin zum Meininger Hostel, dem Platz zum Ausruhen nach dem ersten Tag.
Die lange Wegstrecke an diesem Tag hatte einiges von uns abverlangt – feuchte Kleidung, nasse Füße, wunde Zehen und Blasen. Aufgegeben hat keiner und keine, durchhalten für Tibet war die Devise. Gesungene Gebete und FREE TIBET – Rufe halfen über die Wegstrecke hinweg.
Die Nationalhymne Tibets stand am Anfang dieses Tages und beendet wurde er mit einem Gebet.
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